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Barbera d’Alba 2018

 

Verkostungsnotiz

Eine kühle und lange Wachstumsphase erweist sich normalerweise von Vorteil für die Nebbiolo-Trauben, aber auch Barbera kann bei sorgfältiger Pflege Weine mit einem sehr präzisen und zielgerichteten Ausdruck liefern. Er zeigt dann sowohl eine strenge Schlichtheit wie auch Großzügigkeit.

2018 war genauso ein Jahrgang.

 

 

Bis September fehlte eine echte Hitze und was ein kantiger und schriller Barbera hätte werden können, bekam dann hingegen die richtige Dosis Licht und Wärme, sodass die natürliche Großzügigkeit der Traube hervortritt mit dunklen Pflaumen-Aromen im Zentrum, Himbeeren und einer leicht mineralischen Note.

 

 

An der Nase ein Eindruck von selbstbeherrschter, kompakter Struktur, die sich an der Luft öffnet und so stärker das für diesen Wein typische schwarze Pflaumen-Aroma freigibt. Bald darauf ergeben sich weitere schwarze und rote Früchte sowie Vanille und würzige Noten. Am Gaumen zeigt sich die charakteristische Frische mit einem fruchtigen Zentrum. Die feinen Tannine bringen Ausgeglichenheit und Länge. Im Nachhall sehr frisch mit leuchtender Frucht und Säure.

 

 

Bewertungen Jahrgang 2018

Wine Advocate 94 points
Wine Spectator 89 points
James Suckling 92 points 
Wine&Spirits 92 points 

 


 

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Weinjahr 2018

Nach der drückend heißen Saison 2017 begann der Jahrgang 2018 mit viel Schnee im Winter und Frühlingsregen und füllte so den ausgedörrten Boden wieder auf.

 

 

Das nasse Wetter hielt bis April an, was die Arbeit in den Weinbergen erschwerte und einen etwas späteren Knospenansatz bewirkte.

 

 

Die Blüte verlief unter normalen Bedingungen. Die gelegentlichen Regengüsse zu Beginn des Sommers führten in unserem Weinanbaugebiet zu einer hohen Luftfeuchtigkeit. Intensive Pflege war nötig, um gesunde Reben zu erhalten, da Peronospora überall dort grassierte, wo nicht regulär kontrolliert wurde und die entsprechenden Behandlungen stattfanden.

 

 

Bei fast allen Rebsorten waren Ausdünnungsarbeiten nötig, um den Ertrag so zu begrenzen, wie es die einzelnen DOC- und DOCG-Produktionsvorschriften vorgeben. Die Frucht entwickelte sich im Sommer graduell bei Temperaturen, die ab Mitte Juli deutlich anstiegen. Eine lange Periode konstanten guten Wetters förderte dann die Reifung der Beeren, ohne die Lese vorziehen zu müssen.

 

Die Lese fand im Vergleich zu vorangehenden Jahren im normalen Zeitraum statt.

 

Der Dolcetto war die erste dunkle Rebsorte, die gelesen wurde und präsentierte sich mit einem durchschnittlichen Zuckergehalt, die Barbera-Reben zeichneten sich durch einen guten Gesundheitszustand aus und die Lese des Nebbiolo fand ganz im Einklang mit den üblichen Zeiten, also Anfang Oktober, statt und dauerte etwa drei Wochen

 

 

Abschließend können wir sagen, dass es sich um einen Jahrgang mit traditioneller Prägung handelt, der vonseiten der Winzer bei den Arbeiten im Weinberg große Sorgfalt verlangte und dessen Resultate die Erwartungen Anfang des Jahres übertreffen konnten.

 

 

Die Lese fand vom 28. September bis 5. Oktober statt.

 

 

Jahrgang

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